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Kann Apple unsere Anzeigen auf dem iPhone einfach abschalten?

Stand · von Alvaro Moreno

Marketingleiterin vergleicht im Büro den Auswertungsbericht auf dem Monitor mit den Zahlen auf einem iPhone, ein Kollege schaut dazu

Apples iOS 27 sperrt seit Mitte September in Safari mehrere Werbetechnik-Firmen aus, darunter The Trade Desk, LiveRamp und ID5. Google und Meta stehen nach den bisherigen Berichten nicht auf der Liste. Für einen Betrieb zählt die Frage dahinter: Welche Dienste auf Ihrer Seite erkennen Besucher wieder, und wie viele Ihrer Besucher kommen mit dem iPhone?

Apples Betriebssystem iOS 27 ist Mitte September erschienen. Seitdem sperrt es nach Berichten von Digiday vom 7. Oktober mehrere Firmen aus, die Besucher über Webseiten hinweg wiedererkennen und damit Werbung ausrichten: The Trade Desk, LiveRamp, ID5, Permutive und Audigent. Safari nimmt mit ihnen keinen Kontakt mehr auf. Auf dem iPhone gilt das auch für Chrome und Firefox, weil Apple dort jedem Browser seine Engine WebKit vorschreibt.

Was feststeht und was nicht

Apple hat sich nach Digiday nicht geäußert, die Liste ist nicht veröffentlicht. Die Adressen, die kursieren, hat ein Ingenieur von The Trade Desk zusammengetragen (PPC Land vom 6. Oktober). Am 5. Oktober bat ein Apple-Entwickler The Trade Desk, eine Testfassung von iOS 27.2 zu prüfen. Was sich darin ändert, ist offen.

AdExchanger berichtet unter Berufung auf zwei Quellen, Apple plane Hunderte weitere Firmen. Digiday fand in einem Test von mehr als 70 Werbetechnik-Adressen davon bisher nichts. Das ist ein Gerücht, keine Tatsache.

Warum das einen Betrieb ohne eigene Werbetechnik betrifft

Diese Firmen sitzen im Hintergrund von Werbenetzen und Agenturen. Spielt Ihre Agentur Anzeigen über so ein Netz aus, erreicht sie einen Teil der iPhone-Besucher möglicherweise nicht mehr, und im Bericht sieht das nach schlechterer Werbung aus. Google und Meta, über die die meisten Mittelständler werben, stehen unter den genannten Firmen nicht. Trotzdem gilt: Auf dem iPhone macht Apple die Regeln für fremde Programme auf Ihrer Seite, und sie können sich ohne Ankündigung ändern. Das ist dieselbe Lage wie in Der Kanal gehört Ihnen nicht: Der Weg zum Kunden gehört dem, der das Gerät oder die Plattform kontrolliert.

Eine Stunde, die zeigt, wie abhängig Sie sind

Nehmen Sie die Auswertung Ihrer Webseite für die letzten dreißig Tage und notieren Sie, welcher Anteil der Besucher mit iPhone oder iPad kommt. Bitten Sie dann die Person, die Ihre Seite betreut, um die Liste aller eingebundenen Fremdprogramme. Schreiben Sie zu jedem auf: wofür, von wem, und ob Sie ohne ihn noch wüssten, woher ein Kontakt kam.

Jeder Eintrag ohne Antwort ist etwas, das ein Anbieter wie Apple Ihnen streichen kann. Fragen Sie Ihre Agentur zusätzlich, über welche Werbenetze sie Ihre Anzeigen ausspielt. Dieselbe Frage nach der Messung stellt sich bei jedem neuen Kanal, wie in Woran sehen wir, ob unsere Werbung in ChatGPT Kunden bringt? beschrieben.

Wo Octoserv hilft

Octoserv misst die Bewegungen auf Ihren eigenen Seiten cookielos und DSGVO-konform. Meldet sich jemand später an, wird sein früherer Weg rückwirkend seinem Kontakt zugeordnet (Tracking in Octoserv). Sie sehen am Kontakt, wofür er sich interessiert hat, auch wenn Werbenetze auf dem iPhone weniger zeigen. Die Messung hängt nicht an einem Dienst, der Besucher auf fremden Seiten wiedererkennt.

Woran Sie merken, dass es ernst wird

Abwarten ist hier vertretbar, solange Ihre Anzeigen über Google oder Meta laufen. Ernst wird es, wenn Ihr Bericht für iPhone-Besucher deutlich schlechter aussieht als für andere Geräte, oder wenn Apple die Liste veröffentlicht und Ihre Agentur einen der Namen nutzt.

Häufige Fragen

Was hat Apple mit iOS 27 geändert?

Nach Berichten von Digiday vom 7. Oktober 2026 sperrt iOS 27 seit Mitte September mehrere Werbetechnik-Firmen in Safari aus, darunter The Trade Desk, LiveRamp, ID5, Permutive und Audigent. Safari nimmt mit ihnen keinen Kontakt mehr auf. Auf dem iPhone betrifft das auch andere Browser, weil sie alle WebKit verwenden.

Sind Google- und Meta-Anzeigen betroffen?

Nach den bisherigen Berichten nicht. Google und Meta stehen nicht unter den genannten Firmen. Digiday testete mehr als 70 Werbetechnik-Adressen und fand nur die ersten wenigen gesperrt. Apple hat die Liste nicht veröffentlicht, das kann sich ändern.

Hat Apple die Sperre bestätigt?

Nach Digiday hat Apple keine Stellungnahme abgegeben. Die Adressen, die kursieren, stammen von einem Ingenieur von The Trade Desk. Am 5. Oktober 2026 bat ein Apple-Entwickler The Trade Desk, eine Testfassung von iOS 27.2 zu prüfen. Was sich darin ändert, ist nicht bekannt.

Was kann ein kleiner Betrieb jetzt konkret tun?

Den Anteil der iPhone-Besucher in der Auswertung der eigenen Seite feststellen, die Liste aller eingebundenen Fremdprogramme anfordern und zu jedem aufschreiben, wofür es dient und ob man ohne es noch wüsste, woher ein Kontakt kam. Das dauert etwa eine Stunde. Außerdem die Agentur fragen, über welche Werbenetze sie die Anzeigen ausspielt.

Plant Apple Hunderte weitere Sperren?

AdExchanger berichtet das unter Berufung auf zwei Quellen. Digiday sah in einem eigenen Test mit mehr als 70 Adressen bisher kaum Anzeichen dafür. Es ist ein Gerücht und gehört nicht in eine Planung als Tatsache, sondern auf die Liste dessen, was man beobachtet.

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