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Holt sich Google jetzt die Rabatte für unsere Anzeigen selbst von der Webseite?

Stand · von Alvaro Moreno

Inhaberin einer Modeboutique sitzt überrascht am Laptop, eine Mitarbeiterin nimmt ein altes Aktionsplakat aus dem Schaufenster

Ja, wenn Sie nichts tun. Google Ads schaltet ab dem 12. Oktober automatische Angebote für Such- und Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets ein: Rabatte und Aktionen werden von Ihren Landingpages gelesen und als Angebot unter die Anzeige gesetzt. Wer das nicht will, muss es abschalten. Die Prüfung dauert eine Viertelstunde.

Google hat Werbetreibende per Mail informiert, Search Engine Roundtable hat die Nachricht am 5. Oktober veröffentlicht: Ab dem 12. Oktober 2026 erkennt Google Ads Angebote wie Gutscheine und Rabatte auf Ihrer Website und fügt sie Ihren Kampagnen hinzu. Die Einstellung ist von vornherein an. Eingeführt wurde die Funktion schon Anfang September, bisher musste man sie selbst einschalten.

Was genau passiert, steht in der Google-Hilfe unter Automatische Angebote. Betroffen sind Such- und Performance-Max-Kampagnen, an denen Standort-Assets hängen, also die Adresse Ihres Unternehmensprofils. Kampagnen, in denen Sie selbst ein Angebot eingetragen haben, überspringt Google. Steht auf der Landingpage „20 % Rabatt", erscheinen die 20 % direkt in der Anzeige.

Ob die Umstellung in Deutschland am selben Tag greift, sagt Google nicht ausdrücklich. Die Hilfeseite steht aber auf Deutsch bereit, und die Einstellung findet sich in deutschen Konten.

Was das für einen Betrieb bedeutet

Ihre Website wird zum Anzeigentext. Das ist bequem, solange dort nur steht, was gerade gilt. Die Schwachstelle nennt Google selbst: Ein automatisches Angebot läuft jeweils weniger als 24 Stunden und wird verlängert, solange es auf der Seite sichtbar ist. Start- und Enddatum kann Google noch nicht auslesen. Das Banner der Frühjahrsaktion, das niemand abgenommen hat, gilt also als aktiv.

Dann klickt ein Kunde auf einen Rabatt, den Sie längst nicht mehr geben, und am Telefon beginnt das Gespräch mit einer Enttäuschung. Wie sehr Google die eigene Darstellung von Unternehmen inzwischen selbst übernimmt, steht auch in Was steht bei Google über uns, bevor jemand auf unsere Seite klickt? Und wer Texte für die Seite schreiben lässt, findet in Dürfen wir die Texte für unsere Webseite von einer KI schreiben lassen?, warum jeder Satz dort vor der Freigabe gelesen werden sollte. Ab jetzt kann er auch in einer Anzeige stehen.

Eine Viertelstunde vor dem 12. Oktober

Öffnen Sie in Google Ads unter Kampagnen den Punkt Assets und filtern Sie nach dem Asset-Typ Angebot. Steht in der Spalte „Hinzugefügt von" der Eintrag Google AI, ist die Funktion bei Ihnen schon aktiv. Öffnen Sie danach jede Landingpage, auf die Ihre Anzeigen führen, und schreiben Sie jedes Wort mit Prozent, Rabatt, Aktion oder gratis auf.

Unangenehm wird es bei dem Angebot, von dem niemand mehr wusste. Entweder kommt es von der Seite, oder Sie schalten die Funktion ab: Assets, Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene, Erweiterte Einstellungen, Automatische Angebote auf Aus. Wer gezielt werben will, trägt sein Angebot von Hand mit Enddatum ein.

Wo Octoserv hilft

Ob ein Angebot in der Anzeige Anfragen bringt, zeigt Google nur bis zum Klick. Ads Performance in Octoserv stellt die Kosten einer Kampagne neben die Kontakte, die aus ihr gekommen sind. Wie wir Google Ads vom Abschluss her planen statt vom Klick, steht auf Google Ads vom Abschluss rückwärts geplant.

Häufige Fragen

Was sind automatische Angebote in Google Ads?

Google liest Aktionen wie Rabatte oder Gutscheine von den Landingpages einer Website und setzt sie als Angebot unter die Anzeige. Das gilt für Such- und Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets, in denen kein eigenes Angebot eingetragen ist.

Ab wann schaltet Google automatische Angebote ein?

Nach einer Mail von Google an Werbetreibende ab dem 12. Oktober 2026. Die Funktion ist dann standardmäßig aktiv und muss abgeschaltet werden, wenn man sie nicht will. Ob Deutschland am selben Tag dabei ist, hat Google nicht ausdrücklich gesagt.

Wie schalte ich automatische Angebote in Google Ads ab?

Unter Kampagnen den Punkt Assets öffnen, im Dreipunkt-Menü der Filterleiste Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene wählen, dort Erweiterte Einstellungen öffnen und Automatische Angebote auf Aus stellen. Google fragt dabei nach einem Grund.

Kann Google ein abgelaufenes Angebot in der Anzeige zeigen?

Google prüft, ob das Angebot auf der Website noch sichtbar ist, und verlängert es dann jeweils um weniger als 24 Stunden. Start- und Enddatum kann Google nach eigener Aussage noch nicht auslesen. Ein altes Banner, das noch auf der Seite steht, gilt deshalb als aktiv.

Wie behalte ich die Kontrolle über Angebote in meinen Anzeigen?

Indem Sie in der Kampagne selbst ein Angebot mit Start- und Enddatum eintragen. Kampagnen mit eigenem Angebot überspringt die Automatik. Zusätzlich sollte auf den Landingpages nur stehen, was gerade gilt.

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