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Was steht bei Google über uns, bevor jemand auf unsere Seite klickt?

Stand · von Alvaro Moreno

Inhaberin einer Tischlerei sucht in der Werkstattpause auf dem Tablet nach dem eigenen Firmennamen, ein Geselle schleift im Hintergrund

Immer öfter eine Zusammenfassung von Googles KI. Nach Messungen des Anbieters DemandSphere erschienen KI-Übersichten Ende September bei mehr als 80 Prozent der beobachteten Suchen nach Markennamen, Anfang des Monats waren es rund 26 Prozent. Google hat dazu nichts angekündigt. Was dort über Ihren Betrieb steht, sehen Sie in einer halben Stunde selbst.

Search Engine Land hat am 1. Oktober Zahlen des Auswertungsanbieters DemandSphere veröffentlicht. DemandSphere fragt die Suchbegriffe seiner Kunden einmal am Tag ab, über alle Märkte und Geräte, und zählt jede KI-Übersicht, gleich ob sie die Marke nennt oder nicht.

Was gemessen wurde

Unabhängig davon hat Chris Long vom Beratungsunternehmen Nectiv 100 große Marken bei Google gesucht und bei 93 eine KI-Übersicht gefunden. Google hat keine Änderung angekündigt. Ob weniger Menschen auf die Seiten der Betriebe klicken, hat keine der beiden Messungen erfasst. Wie viel davon auf Deutschland entfällt, sagt die Auswertung nicht.

Was das für einen Betrieb heißt

Wer Ihren Firmennamen eingibt, kennt Sie schon. Er hat eine Empfehlung bekommen, Sie auf der Messe gesehen, ein Angebot von Ihnen auf dem Tisch. Er will nur noch die Telefonnummer, die Öffnungszeiten, vielleicht eine Bestätigung, dass er richtig liegt.

Diese Bestätigung schreibt jetzt Google. Aus Quellen, die Google auswählt: ein Bewertungsportal, ein Branchenverzeichnis, ein alter Zeitungsbericht, die eigene Webseite, wenn sie es klar genug sagt. Dass Portale schon in der gewöhnlichen Trefferliste vor die Betriebe rücken, steht in Ihr Kunde sucht Sie und findet ein Portal.

Eine halbe Stunde mit dem eigenen Namen

Suchen Sie bei Google fünfmal: Ihren Firmennamen allein, dann mit „Preise", mit „Erfahrungen", mit Ihrer wichtigsten Leistung und mit Ihrem Ort. Notieren Sie für jede Suche drei Dinge: Erscheint eine KI-Übersicht? Was steht darin über Leistungen, Preise und Erreichbarkeit? Welche Quellen nennt sie, und ist Ihre eigene Seite darunter?

Unangenehm wird es, wenn eine Angabe falsch ist und die Quelle nicht Ihre eigene Seite. Dann wird an der Quelle korrigiert: im Unternehmensprofil, im Eintrag beim Portal, auf der eigenen Seite, wo es bisher nur ungefähr stand.

Wiederholen Sie die fünf Suchen in vier Wochen. Ob der Anteil bleibt, steigt oder wieder fällt, zeigt Ihnen dann Ihre eigene Liste, ohne dass Sie auf eine Ankündigung von Google warten.

Was daraus folgt

Bisher hat der Betrieb selbst entschieden, was jemand als Erstes über ihn liest: die Startseite. Jetzt liest der Kunde eine Zusammenfassung, bevor er klickt, und vielleicht klickt er gar nicht mehr. Für den Verkauf heißt das: Der Interessent kommt mit einem Bild ins Gespräch, das ein anderer gezeichnet hat. Stimmt darin der Preis nicht oder fehlt die Leistung, um die es ihm geht, ruft er womöglich nie an.

Der Vorteil liegt bei dem, der die Quelle selbst liefert. ChatGPT nennt die offiziellen Seiten der Unternehmen zuletzt häufiger als Quelle, fremde Plattformen seltener, das steht in Lohnt sich die eigene Webseite noch, wenn die Kunden ChatGPT fragen?. Eine Seite, die Leistung, Ort, Preisrahmen und Erreichbarkeit klar und vollständig sagt, ist die Quelle, die Sie selbst in der Hand haben.

Wo OctoPages hilft

Genau diese Seite bauen wir mit OctoPages: unter Ihrer eigenen Adresse, mit den Angaben, die Google und KI-Assistenten brauchen, maschinenlesbar hinterlegt, und bei Google und Bing angemeldet. Dazu kommt ein Fahrplan für das Unternehmensprofil und die Einträge, aus denen Google ebenfalls schöpft. Was in der Übersicht steht, entscheidet Google. Dass dort Ihre eigenen Angaben zur Auswahl stehen, können Sie entscheiden.

Häufige Fragen

Wie oft zeigt Google bei der Suche nach einem Firmennamen eine KI-Übersicht?

Nach Messungen des Auswertungsanbieters DemandSphere, veröffentlicht von Search Engine Land am 1. Oktober 2026, erschien Ende September bei mehr als 80 Prozent der beobachteten Suchen nach Markennamen eine KI-Übersicht. Anfang September waren es rund 26 Prozent, am 27. September 90,48 Prozent.

Hat Google diese Änderung angekündigt?

Nein. Google hat zu dem Anstieg bei Suchen nach Markennamen nichts angekündigt. Die Zahlen stammen aus Messungen von DemandSphere und aus einem eigenen Test von Chris Long vom Beratungsunternehmen Nectiv, der bei 93 von 100 großen Marken eine KI-Übersicht fand.

Gilt der Anstieg auch für Deutschland?

Das sagt die Messung nicht. DemandSphere hat über alle Märkte und Geräte gezählt, ohne Deutschland getrennt auszuweisen. Wer es für den eigenen Betrieb wissen will, sucht seinen Firmennamen selbst bei Google und notiert, ob eine KI-Übersicht erscheint.

Woher nimmt Google die Angaben in der KI-Übersicht?

Aus Quellen, die Google selbst auswählt und unter der Übersicht nennt. Das können Bewertungsportale, Branchenverzeichnisse, Presseberichte oder die eigene Webseite des Betriebs sein. Ist eine Angabe falsch, muss sie an der genannten Quelle korrigiert werden.

Was sollte ein Betrieb jetzt tun?

Fünf Suchen bei Google machen: der Firmenname allein, dazu mit Preise, Erfahrungen, der wichtigsten Leistung und dem Ort. Für jede notieren, ob eine KI-Übersicht erscheint, was sie sagt und welche Quellen sie nennt. Das dauert eine halbe Stunde und sollte nach vier Wochen wiederholt werden.

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