Dürfen wir die Texte für unsere Webseite von einer KI schreiben lassen?

Ja, aber nicht ungeprüft. Google hat am 1. Oktober seine Hinweise zu Inhalten aus generativer KI ergänzt: Jeder Text soll vor der Veröffentlichung von Hand auf Fakten geprüft werden, ausdrücklich auch Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten und Bildbeschreibungen. Wer Leistungsseiten mit ChatGPT geschrieben hat, sollte genau dort nachsehen, wo im Betrieb niemand mehr hinschaut.
Google hat am 1. Oktober seine Hinweise zur Verwendung von Inhalten aus generativer KI überarbeitet. Laut dem Änderungsprotokoll der Google-Dokumentation steht dort jetzt, was bisher in den Richtlinien für Googles Qualitätsprüfer stand. Search Engine Journal hat am selben Tag berichtet.
Was jetzt bei Google steht
Google begründet es selbst. Generative Modelle rufen keine Fakten ab, sie sagen die wahrscheinlichste Folge von Wörtern voraus. Deshalb können ihre Texte Fehler enthalten. Alle mit KI erzeugten Inhalte seien vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen.
Neu ist, wie weit das reicht. Die Prüfung gilt ausdrücklich auch für:
- den Seitentitel, der in der Trefferliste steht
- die Beschreibung darunter
- strukturierte Daten, also Angaben wie Öffnungszeiten oder Preise, die im Hintergrund der Seite für Maschinen hinterlegt sind
- die Beschreibungen der Bilder
Unverändert bleibt: Wer mit KI viele Seiten ohne eigenen Mehrwert erzeugt, kann gegen Googles Spam-Regeln verstoßen.
Am selben Tag hat Google auch seine Hinweise für hilfreiche Inhalte ergänzt, Search Engine Journal hat am 2. Oktober berichtet. Erfundene Autorenprofile, etwa mit KI-erzeugten Porträtfotos, ausgedachten Namen oder falschen Qualifikationen, nennt Google dort eine Form der Täuschung. Sie mache eine Seite für Leser und für Googles Systeme unglaubwürdig. Wer unter einen Text einen Namen setzt, setzt also besser einen echten.
Warum das einen Betrieb trifft und nicht nur Verlage
Auf einer Leistungsseite stehen Dinge, die stimmen müssen: das Einsatzgebiet, die Förderung, die Zertifizierung, die Frist, der Preis ab. Ein Sprachmodell füllt Lücken mit dem, was wahrscheinlich klingt. Der Heizungsbauer bekommt eine Förderquote, die im Vorjahr galt, der Elektriker ein Einsatzgebiet, das zwanzig Kilometer zu weit reicht.
Den Fließtext liest im Betrieb noch jemand. Titel und Beschreibung liest niemand, weil sie auf der eigenen Seite gar nicht zu sehen sind. Der Kunde sieht sie trotzdem zuerst, in der Trefferliste, oft neben einem Portal, das ebenfalls um ihn wirbt. Wie eng es dort geworden ist, steht in Ihr Kunde sucht Sie und findet ein Portal.
Eine Stunde mit fünf Seiten
Nehmen Sie die fünf Seiten Ihrer Webseite, die zuletzt neu geschrieben wurden. Geben Sie bei Google `site:` und Ihre Adresse ein, dazu das Thema der Seite, und lesen Sie Titel und Beschreibung so, wie Ihr Kunde sie sieht.
Dann öffnen Sie jede Seite und markieren jede Zahl, jeden Ort, jede Frist, jedes Zertifikat und jede Förderung. Schreiben Sie neben jede Markierung den Namen der Person im Betrieb, die sie bestätigen kann. Wo kein Name steht, stand die Angabe nie auf dem Prüfstand.
Was daraus folgt
Für Betriebe ist das eine gute Nachricht. Wer seine Seite sorgfältig schreibt und prüft, steht besser da als jemand, der hundert Seiten auf Knopfdruck erzeugt. Die KI bleibt ein gutes Werkzeug für den Entwurf, die Verantwortung für jede Angabe bleibt beim Betrieb. Und weil ChatGPT die offiziellen Seiten der Unternehmen zuletzt häufiger als Quelle nennt, siehe Lohnt sich die eigene Webseite noch, wenn die Kunden ChatGPT fragen?, wird eine falsche Angabe dort nicht nur gelesen, sondern womöglich weitererzählt.
Wo OctoPages hilft
Bei OctoPages entstehen die Texte aus Ihren eigenen Angaben im Formular, nicht aus Vermutungen. Titel, Beschreibung und die maschinenlesbaren Firmenangaben gehören zur Prüfung, die jede Seite vor der Freigabe besteht. Und Sie sehen den Entwurf, bevor er erscheint: Bezahlt wird erst, wenn sie Ihnen gefällt. Was ChatGPT, Perplexity und Google auf einer bestehenden Seite vorfinden, zeigt der Website-Check ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Was hat Google am 1. Oktober 2026 zu KI-Texten geändert?
Google hat seine Hinweise zur Verwendung von Inhalten aus generativer KI ergänzt. Dort steht jetzt ausdrücklich, dass alle mit KI erzeugten Inhalte vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit geprüft werden sollen, weil Sprachmodelle keine Fakten abrufen, sondern wahrscheinliche Wortfolgen vorhersagen.
Gilt die Prüfung auch für Seitentitel und Beschreibungen?
Ja. Google nennt ausdrücklich den Seitentitel, die Beschreibung in der Trefferliste, strukturierte Daten und die Beschreibungen von Bildern. Gerade diese Teile liest im Betrieb oft niemand, weil sie auf der Seite selbst nicht zu sehen sind, der Kunde sieht sie aber zuerst.
Verbietet Google Texte, die mit KI geschrieben wurden?
Nein. Google verlangt, dass Inhalte geprüft sind und Mehrwert haben. Wer mit KI viele Seiten ohne eigenen Mehrwert erzeugt, kann nach Googles Hinweisen gegen die Spam-Regeln zu massenhaft erzeugten Inhalten verstoßen. Ein geprüfter Text mit KI-Hilfe ist davon nicht betroffen.
Welche Angaben auf einer Leistungsseite sollte man besonders prüfen?
Alles, was stimmen muss und was ein Sprachmodell aus Wahrscheinlichkeit ergänzen könnte: Zahlen, Preise, Fristen, Förderungen, Zertifikate und das Einsatzgebiet. Hilfreich ist, neben jede dieser Angaben den Namen der Person im Betrieb zu schreiben, die sie bestätigen kann.
Wie sieht man, welchen Titel und welche Beschreibung Google zu einer Seite zeigt?
Bei Google site: und die eigene Webadresse eingeben, dazu ein Stichwort zum Thema der Seite. Die Trefferliste zeigt dann Titel und Beschreibung so, wie ein Kunde sie sieht. Das dauert für fünf Seiten wenige Minuten und zeigt oft Sätze, die im Betrieb noch niemand gelesen hat.


