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Lohnt sich die eigene Webseite noch, wenn die Kunden ChatGPT fragen?

Stand · von Alvaro Moreno

Fliesenleger filmt mit dem Handy auf einem Stativ eine fertig verlegte Dusche, die Kollegin hält eine Lampe

Mehr als noch vor einem Monat. ChatGPT nennt YouTube, Facebook, Wikipedia und Reddit seit dem Spätsommer deutlich seltener als Quelle, bei YouTube um 91 Prozent weniger als im August. Wer seine Sichtbarkeit auf fremden Plattformen aufgebaut hat, verliert sie ohne Vorwarnung. Wer eine eigene Seite mit klaren Antworten hat, ist im Vorteil.

Der Rückgang ist gemessen, nicht vermutet. David Konitzny vom Auswertungsanbieter Peec AI hat am 25. September die Quellenangaben von ChatGPT aus Hunderttausenden beobachteten Fragen ausgewertet, die französische Fachseite Abondance hat seine Zahlen am 28. September zusammengefasst. Gegenüber August wird YouTube um 91 Prozent seltener genannt, Facebook um 88 Prozent, Wikipedia um 78 Prozent, das Wirtschaftsmagazin Forbes um 72 Prozent.

Im August hatte es schon Reddit getroffen. Der Anteil an den Quellen von ChatGPT fiel nach Daten des Anbieters Promptwatch binnen weniger Tage um 86 Prozent, so Search Engine Journal am 19. August. OpenAI hat beides nicht erklärt.

Was dahintersteckt, soweit man es sehen kann

Gelesen werden diese Plattformen weiterhin. Sie stehen nur seltener in der fertigen Antwort. Promptwatch beobachtet seit dem 8. August, dass ChatGPT einen Teil seiner Suchen gezielt auf einzelne Seiten richtet, statt das offene Netz abzufragen. Der Suchmaschinenberater Antonio Blago vermutet nach einem Bericht von OMR, dass OpenAI die Glaubwürdigkeit von Quellen im Hintergrund bewertet, als Antwort auf Versuche, die Antworten zu manipulieren. Man sieht nicht, wie die Bewertung zustande kommt, nur ihr Ergebnis.

Was an die Stelle getreten ist, hat der Anbieter Otterly für 16 Marken ausgezählt: Nachrichtenseiten und Foren verloren, Nachschlagewerke und die offiziellen Seiten der Unternehmen gewannen, Letztere in 10 von 15 Fällen.

Was das für einen Betrieb bedeutet

Die schlechte Nachricht trifft jeden, der seine Sichtbarkeit auf eine fremde Plattform gebaut hat: den Handwerker mit dem gut laufenden YouTube-Kanal, den Händler mit der lebhaften Facebook-Seite. Seine Inhalte sind noch da. Er wird nur nicht mehr genannt, über Nacht, ohne Begründung und ohne jemanden, den er fragen könnte. Warum das kein Zufall ist, sondern zum Geschäftsmodell gehört, steht in Der Kanal gehört Ihnen nicht.

Die gute Nachricht trifft jeden, der in seine eigene Seite investiert hat. Wer dort klar sagt, was er macht, wo und für wen, liefert genau die Art Quelle, die ChatGPT zuletzt häufiger nennt. Suchmaschinenarbeit ist damit nicht überholt. Sie zählt doppelt, für Google und für die Assistenten.

Daraus folgt für das Marketing eine Reihenfolge. Die Plattform bleibt Zubringer, die eigene Seite ist das Ziel. Was im Video erklärt wird, gehört auch als Text auf die eigene Seite, mit der Frage des Kunden als Überschrift. Und der Verkauf muss damit rechnen, dass der Kunde mit einer fertigen Antwort ins Gespräch kommt. Was dort über Ihren Betrieb steht, haben Sie besser selbst geschrieben. Dass Google nicht der einzige Ort bleiben wird, an dem das entschieden wird, steht in Bleibt Google die einzige Suche, in der wir gefunden werden müssen?.

Eine halbe Stunde mit fünf Fragen

Schreiben Sie fünf Fragen auf, mit denen Ihre Kunden Sie finden: „Wer macht Badsanierung in Lüneburg?" Stellen Sie jede in ChatGPT. Notieren Sie, ob Ihr Betrieb genannt wird und welche Quelle dabei steht: Ihre Seite, ein Portal, eine Plattform. Jede Nennung, die an einer fremden Plattform hängt, kann morgen weg sein.

Dann sehen Sie auf Ihrer eigenen Seite nach, ob es zu jeder der fünf Fragen eine Stelle gibt, die sie beantwortet. Oft findet sich eine Startseite, die den Betrieb vorstellt, aber keine Stelle, die die Frage beantwortet.

Wo OctoPages hilft

Genau diese Seite bauen wir mit OctoPages: je Frage eine Seite unter Ihrer eigenen Adresse, die mit der Antwort beginnt. Die Firmenangaben sind für Maschinen lesbar hinterlegt, eine llms.txt sagt KI-Assistenten, wer Sie sind, und wir melden die Seite bei Google und Bing an. Mit der Seite bekommen Sie einen Fahrplan für das, was nur Sie als Inhaber tun können: Unternehmensprofil, Bewertungen, Einträge. Ob ein Assistent Sie nennt, entscheidet er selbst. Die Quelle, die er dafür braucht, gehört dann Ihnen.

Häufige Fragen

Wie stark ist YouTube als Quelle in ChatGPT zurückgegangen?

Nach einer Auswertung von David Konitzny vom Anbieter Peec AI vom 25. September 2026 nennt ChatGPT YouTube um 91 Prozent seltener als Quelle als im August. Facebook verlor 88 Prozent, Wikipedia 78 Prozent und Forbes 72 Prozent. Die Seiten werden weiter gelesen, aber seltener in der Antwort genannt.

Warum nennt ChatGPT fremde Plattformen seltener?

OpenAI hat es nicht erklärt. Der Anbieter Promptwatch beobachtet seit dem 8. August 2026, dass ChatGPT einen Teil seiner Suchen gezielt auf einzelne Seiten richtet. Fachleute vermuten, dass OpenAI die Glaubwürdigkeit von Quellen im Hintergrund bewertet, um Manipulation zu erschweren. Von außen sieht man nur das Ergebnis.

Welche Quellen nennt ChatGPT stattdessen häufiger?

Nach einer Auszählung des Anbieters Otterly für 16 Marken gewannen nach dem Rückgang von Reddit im August 2026 Nachschlagewerke und die offiziellen Seiten von Unternehmen, Letztere in 10 von 15 Fällen. Nachrichtenseiten und Foren verloren an Anteil.

Lohnt sich Suchmaschinenoptimierung noch, wenn Kunden KI-Assistenten fragen?

Ja, eher mehr als vorher. Wenn KI-Assistenten den offiziellen Seiten der Unternehmen mehr Gewicht geben, zählt eine eigene Seite, die klar sagt, was ein Betrieb macht, wo und für wen, für Google und für die Assistenten zugleich. Plattformen bleiben als Zubringer nützlich, sollten aber nicht die einzige Quelle sein.

Wie prüft ein Betrieb, ob er in ChatGPT genannt wird?

Fünf Fragen aufschreiben, mit denen Kunden den Betrieb finden, etwa Leistung und Ort, und jede in ChatGPT stellen. Für jede notieren, ob der Betrieb genannt wird und welche Quelle dabei steht: eigene Seite, Portal oder Plattform. Danach prüfen, ob die eigene Seite jede der fünf Fragen beantwortet. Das dauert etwa eine halbe Stunde.

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