Kann Google Ads für unsere alten Kunden anders bieten als für Fremde?
KI-generiertes BildJa, wenn Ihre Kundenliste bei Google liegt. Google Ads rollt im Oktober Einstellungen aus, mit denen eine Kampagne ehemalige Kunden höher bewertet als Fremde oder sich auf Bestandskunden beschränkt. Grundlage ist eine hochgeladene Liste. Was Sie vorher aufschreiben sollten, dauert zwei Stunden und zeigt, wie viele Kunden Sie wirklich nennen könnten.
Google hat in einer Mitteilung angekündigt, dass drei Neuerungen für Kundenziele im Oktober 2026 ausgerollt werden. Das Search Engine Journal hat am 26. Oktober darüber berichtet und angemerkt, dass Googles Hilfeseite noch nicht auf dem Stand der Ankündigung ist. Ob die Neuerungen in deutschen Konten schon stehen, sagt keine der beiden Quellen. Das Beispiel in der Mitteilung rechnet in Dollar.
Was Google neu anbietet
Drei Einstellungen betreffen Menschen, die schon bei Ihnen gekauft haben. Re-engagement bietet höher für Kunden, die länger nichts bestellt haben, und läuft für alle anderen weiter. Loyalty richtet sich an Mitglieder eines Kundenprogramms. Retention Only erreicht ausschließlich die Gruppen Ihrer Kundenliste, die Sie benennen. Verfügbar sein sollen sie in Performance Max, Suche und Shopping. Dazu kommen ein High-Value-Modus für Neukunden in Shopping-Kampagnen und Prozentaufschläge, mit denen das Gebot mit der Größe des Warenkorbs wächst.
Woher weiß Google, wer ein alter Kunde ist?
Von Ihnen. Nach der Google-Hilfe zum Kundenabgleich laden Sie eine Datei hoch. Eine Liste läuft nach 540 Tagen ab, und um sie zu behalten, müssen in dieser Zeit mindestens 100 Nutzer hinzukommen oder aktualisiert werden. Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum müssen die Einwilligungssignale bei Google ankommen. Wann ein Kunde als abgewandert gilt, legen ebenfalls Sie fest. Das Search Engine Journal nennt als Maß den Kaufzyklus des eigenen Betriebs.
Was das für einen Betrieb bedeutet
Bisher bot Google für jeden Klick nach demselben Maß. Jetzt kann eine Kampagne einen früheren Kunden anders bewerten als einen Fremden. Das lohnt, wo Kunden wiederkommen: Wartung, Verbrauchsmaterial, Jahresverträge. Nach der Hilfeseite verlangt Re-engagement ein Kaufziel als Conversion. Wer Aufträge am Telefon abschließt, muss sie also erst als Abschluss an Google zurückmelden. Wie Kundenlisten in einem anderen Werbekanal scheitern, steht in Können wir unsere Kundenliste für Werbung in ChatGPT nutzen?. Dass Google sich auch sonst aus Ihren Daten bedient, zeigt Holt sich Google jetzt die Rabatte für unsere Anzeigen selbst von der Webseite?
Zwei Stunden, bevor Sie etwas hochladen
Nehmen Sie Ihre Rechnungen der letzten drei Jahre und zwanzig Kunden, die mehr als einmal bestellt haben. Schreiben Sie für jeden den Abstand zwischen zwei Aufträgen auf. Liegt der kürzeste bei vier Monaten und der längste bei zwei Jahren, gibt es keine gemeinsame Grenze für „abgewandert". Zählen Sie danach, bei wie vielen Kunden in Ihrer Datei eine E-Mail-Adresse steht und Sie wissen, dass sie dem zugestimmt haben. Diese Zahl ist die Liste, die Sie hochladen könnten. Meist ist sie kleiner, als man dachte.
Wo wir helfen
Ob eine Kampagne am Ende Kunden bringt, zeigt Google nur bis zum Klick. Ads Performance in Octoserv stellt die Kosten einer Kampagne neben die Kontakte, die aus ihr gekommen sind. Wie wir Google Ads vom Abschluss her planen, steht auf Google Ads vom Abschluss rückwärts geplant.
Häufige Fragen
Was ändert Google bei den Kundenzielen in Google Ads?
Nach Googles Mitteilung kommen im Oktober 2026 drei Neuerungen: der High-Value-Modus für Neukunden in Shopping-Kampagnen, Zielmodi für bestehende Kunden (Re-engagement, Loyalty, Retention Only) in Performance Max, Suche und Shopping sowie Prozentaufschläge auf das Gebot.
Was ist der Modus Re-engagement?
Eine Kampagne bietet höher für Kunden, die länger nichts bestellt haben, und läuft weiter für die übrige Zielgruppe. Wer als abgewandert gilt, legt der Werbetreibende selbst fest und teilt es Google über eine Kundenliste mit.
Wie lange bleibt eine hochgeladene Kundenliste bei Google gültig?
Nach der Google-Hilfe läuft eine Liste zum Kundenabgleich nach 540 Tagen ab. Um sie zu behalten, müssen in dieser Zeit mindestens 100 Nutzer hinzugefügt oder aktualisiert werden.
Brauche ich für den Upload der Kundenliste die Zustimmung meiner Kunden?
Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum müssen nach der Google-Hilfe die erforderlichen Einwilligungssignale bei Google ankommen. Ob Ihre Kunden zugestimmt haben, steht in Ihrer eigenen Datei, nicht bei Google. Zählen Sie das vor dem Upload.
Sind die Neuerungen schon in deutschen Google-Ads-Konten verfügbar?
Das ist nicht belegt. Google nennt den Oktober 2026 als Zeitraum für den Rollout, das Search Engine Journal rät, die Verfügbarkeit in den Kontoeinstellungen zu prüfen, und Googles Hilfeseite war am 28. Oktober noch nicht angepasst.
Redaktionell geprüft und verantwortet von Alvaro Moreno. Bei der Recherche und beim Entwurf haben wir KI-Werkzeuge eingesetzt.


