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Wofür habe ich damals eigentlich bezahlt?

· von Alvaro Moreno

Eine Unternehmerin in ihrem Büro sieht sich die Rechnung für ihre Webseite an

„Wofür habe ich damals eigentlich bezahlt?“ Ein Kunde fragte das über seine Webseite. Sie war gut gebaut, die Texte waren für Suchmaschinen geschrieben, und trotzdem kamen über die Anzeigen kaum Anfragen. Der Grund liegt nicht bei der Agentur. Er liegt im Aufbau: Eine Webseite ist um den Betrieb herum gebaut, der Besucher kommt aber mit einem Problem.

Ein Kunde sagte mir vor ein paar Wochen einen Satz, den ich seitdem nicht mehr loswerde: „Wofür habe ich damals eigentlich bezahlt?“ Er meinte seine Webseite. Eine Agentur hatte sie vor drei Jahren gebaut, es hatte Monate gedauert und einiges gekostet, und die Seite war gut. Sauber gestaltet, alle Leistungen erklärt, die Texte für Suchmaschinen geschrieben, das Team mit Fotos, die Geschichte des Betriebs. Er schaltete Anzeigen darauf. Nur kamen darüber kaum Anfragen.

Ich habe getan, was sein Kunde tut

Ich habe bei Google „Wärmepumpe“ und seine Stadt eingegeben. Seine Anzeige stand oben, das war in Ordnung. Ich habe sie angeklickt und bin auf seiner Startseite gelandet. Dort stand, wer der Betrieb ist, seit wann es ihn gibt, welche zwölf Leistungen er anbietet und wer dort arbeitet. Die Wärmepumpe fand ich nach drei Klicks, unter Leistungen, Heizung, Wärmepumpe.

Ich hatte eine Frage mitgebracht: Was kostet das, gibt es Förderung, und wen rufe ich an? Die Seite hat mir stattdessen den Betrieb vorgestellt. Nach dem dritten Klick hätte ich als Kunde längst die nächste Anzeige probiert.

Eine Webseite ist um den Betrieb herum gebaut

Das ist kein Fehler der Agentur. Es ist die Aufgabe einer Webseite. Sie stellt den Betrieb vor: wer wir sind, was wir alles können, wer bei uns arbeitet, wie man uns erreicht. Und sie bleibt dabei bewusst allgemein, denn sie soll jeden abholen, der kommt, den Hausbesitzer mit der alten Heizung genauso wie den Bauträger mit zwanzig Wohnungen. Dafür ist sie gebaut, und dafür ist sie gut.

Der Besucher aus einer Anzeige kommt aber nicht, um einen Betrieb kennenzulernen. Er kommt mit einem Problem. Er will wissen, ob dieser Betrieb sein Problem löst, ob er das kann, und ob er länger etwas davon hat. Diese beiden Blickrichtungen passen nicht auf eine Seite. Eine Seite, die nur ein Problem behandelt, mit Preis, Förderung und einem Knopf für den Termin und sonst nichts, passt meistens gar nicht in den Zusammenhang einer Webseite. Sie hätte dort kein Menü, keinen Über-uns-Teil, und sie würde zwischen den anderen Seiten fremd wirken. Deshalb baut sie dort niemand, auch die beste Agentur nicht.

Genau deshalb laufen in den meisten Betrieben die Anzeigen auf die Startseite. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil es für das Problem des Besuchers keine eigene Seite gibt.

Die Seite, die um das Problem herum gebaut ist

Was fehlte, war eine zweite, kleine Seite, die sofort auf den Punkt kommt. Für eine Frage, für eine Anforderung. Jemand sucht „Wärmepumpe Düsseldorf“, klickt auf die Anzeige und landet auf einer Seite, auf der genau das steht: was eine Wärmepumpe in einem Haus wie seinem kostet, welche Förderung es gibt, wie lange der Einbau dauert, und ein Knopf für den Beratungstermin. Kein Menü mit zwölf Punkten, keine Geschichte des Betriebs, nichts für alle anderen. Ein Problem, eine Antwort, ein Weg zum Kontakt. Warum sich Vorstellen und Verkaufen auf einer Seite nicht vertragen, habe ich in Eine Seite, zwei Aufgaben. Das Ergebnis? Ernüchternd. beschrieben.

Google belohnt das übrigens. Bei jeder Anzeige prüft es, wie gut die Zielseite zur Anzeige passt, das steht so in der Hilfe von Google, und rechnet das in den Klickpreis ein. Eine Seite über ein Thema passt ganz, eine Startseite mit zwölf Leistungen nur zum Teil. Bei Anzeigen in ChatGPT gilt das noch stärker, weil die Zielgruppe dort gröber ist, siehe Soll ich jetzt in ChatGPT werben?.

Was ich ihm nicht geraten habe

Eine neue Webseite. Die vorhandene war gut, sie war bezahlt, und für den Besucher, der den Betrieb kennenlernen will, gab es nichts Besseres. Sie ist geblieben, wie sie war.

Daneben hat er für die Wärmepumpe eine eigene Seite bekommen, und später für zwei weitere Themen, die er bewirbt. Jede Anzeige führt seitdem auf die Seite zu ihrem Thema. Wer nach dem ersten Kontakt mehr über den Betrieb wissen will, klickt von dort weiter zur großen Seite.

So bauen wir diese Seiten bei OctoPages. Weil sie um ein Problem herum gebaut sind und nicht um einen Betrieb, entstehen sie ohne Projekt: ein Formular je Thema, drei Tage, fester Preis. Deshalb kann man sich für jedes Thema eine leisten, statt alle Anzeigen auf eine Startseite zu schicken. Und damit die Seite nicht nur passt, sondern auch gefunden wird, läuft jede vor der Freigabe durch eine Vorgabe mit sieben Bereichen und über sechzig Prüfpunkten, von der Ladezeit auf dem Handy bis zur Lesbarkeit für zehn KI-Crawler. 26 davon messen Sie mit dem kostenlosen Seiten-Check selbst, an jeder beliebigen Seite.

Was Sie in einer Stunde selbst herausfinden

Zwei Dinge, beide ohne Fachwissen.

Erstens: Suchen Sie bei Google nach Ihrer wichtigsten Leistung und Ihrem Ort, klicken Sie auf Ihre eigene Anzeige oder Ihren eigenen Treffer und zählen Sie die Klicks, bis Sie die Antwort auf das Problem sehen, mit dem ein Kunde kommt. Alles über eins ist zu viel. Das dauert fünf Minuten.

Zweitens: Fragen Sie fünf Kunden, die in den letzten Wochen neu zu Ihnen gekommen sind, mit welcher Frage sie auf Ihre Seite kamen und was sie dort gelesen haben, bevor sie angerufen haben. Die Antworten sind meistens kurz, und oft ist es nur die Telefonnummer.

Danach wissen Sie, welche Seite Ihren Besuchern fehlt. Und Sie wissen, dass die vorhandene dafür nicht schuld ist. Sie hat nur eine andere Aufgabe.

Häufige Fragen

Warum bringt eine gute Webseite über Anzeigen kaum Anfragen?

Weil eine Webseite um den Betrieb herum gebaut ist und bewusst allgemein bleibt, um jeden abzuholen, der kommt. Der Besucher aus einer Anzeige kommt aber mit einer einzigen Frage und will sofort wissen, ob sie hier beantwortet wird. Auf einer Startseite mit zwölf Leistungen muss er das suchen, und die meisten suchen nicht lange.

Hat die Agentur etwas falsch gemacht?

Nein. Sie hat eine Webseite gebaut, und die stellt den Betrieb vor. Eine Seite, die nur ein einzelnes Problem behandelt und sonst nichts, passt meistens gar nicht in den Zusammenhang einer Webseite. Sie würde dort zwischen den anderen Seiten fremd wirken. Deshalb baut sie dort niemand.

Warum laufen so viele Anzeigen auf die Startseite?

Weil es für das Problem des Besuchers keine eigene Seite gibt. Eine solche Seite als Projekt zu beauftragen, mit Terminen und Abstimmungsrunden, lohnt sich für eine Kampagne von drei Wochen nicht. Also fällt sie weg, und die Anzeige führt auf die Startseite.

Brauche ich eine neue Webseite?

Nein. Die vorhandene bleibt und stellt den Betrieb vor, allgemein genug für alle, die kommen. Für jedes Thema, das Sie bewerben, kommt eine kleine Seite dazu, die sofort auf den Punkt kommt, für eine Frage, für eine Anforderung, und bei Bedarf zur großen Seite weiterleitet. Beide ergänzen sich.

Warum passt eine Seite mit einem Thema besser zu einer Anzeige?

Google prüft bei jeder Anzeige, wie gut die Zielseite zur Anzeige passt, und rechnet das in den Klickpreis ein. Eine Seite über ein Thema passt ganz, eine Startseite mit zwölf Leistungen nur zum Teil. Das senkt die Kosten je Klick und bringt mehr Anfragen aus derselben Anzeige.

Was unterscheidet eine OctoPage von einer Landingpage der Agentur?

Sie entsteht ohne Projekt: ein Formular je Thema, drei Tage, fester Preis. Deshalb kann man sich für jedes Thema eine leisten. Jede läuft vor der Freigabe durch eine Vorgabe mit sieben Bereichen und über sechzig Prüfpunkten, 26 davon misst der kostenlose Seiten-Check an jeder Seite.

Wie prüfe ich, ob meine Seite das Problem des Besuchers beantwortet?

Suchen Sie nach Ihrer wichtigsten Leistung und Ihrem Ort, klicken Sie auf Ihren eigenen Treffer und zählen Sie die Klicks, bis die Antwort auf das Problem zu sehen ist. Dazu fragen Sie fünf neue Kunden, mit welcher Frage sie auf Ihre Seite kamen. Beides dauert zusammen eine Stunde.

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